Die Zinssätze der Polnischen Nationalbank im Juni 2026
Am 1. und 2. Juni 2026 hielt der Geldpolitische Rat eine Sitzung ab, in deren Verlauf er beschloss, die Zinssätze der Polnischen Nationalbank (NBP) unverändert zu lassen.
Geldpolitischer Rat
Zinssätze der Polnischen Nationalbank — Juni 2026
Referenzzinssatz
Referenz3,75% jährlich
Lombardzinssatz
4,25% jährlich
Einlagenzinssatz
3,25% jährlich
Rediskontzinssatz für Wechsel
3,80% jährlich
Diskontzinssatz für Wechsel
3,85% jährlich
Wichtige Kennzahlen hinter der Entscheidung
BIP-Wachstum in Polen
3,5 % jährlich
Erstes Quartal 2026 — gegenüber 4,1 % im vierten Quartal 2025
Wichtigstes globales Risiko
Kraftstoffpreise ↑
Versorgungsengpässe im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten ließen die Kraftstoffpreise weltweit steigen
Inländische Nachfrage
Investitionen und Konsum verlangsamten sich
Das schwächere BIP-Wachstum war hauptsächlich auf ein geringeres Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen zurückzuführen
Arbeitsmarkt
Lohnwachstum ging zurück
Das Lohnwachstum verlangsamte sich, während die Daten der Arbeitskräfteerhebung weiterhin auf einen jährlichen Anstieg der Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft hindeuteten
Quelle: Narodowy Bank Polski (NBP) · Pressemitteilung zur Sitzung des Geldpolitischen Rates · Juni 2026
Der Geldpolitische Rat betont in der Mitteilung nach der Sitzung:
„ Im ersten Quartal 2026 verlangsamte sich das jährliche BIP-Wachstum im Euroraum, während es in den Vereinigten Staaten zunahm. Aufgrund von Versorgungsengpässen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten stiegen die Kraftstoffpreise weltweit stark an, was in vielen Volkswirtschaften zu einer höheren Inflation führte. Gleichzeitig steigen die Preise für einige Agrarrohstoffe allmählich an. Vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage haben sich die Aussichten für die weltweite Konjunktur und die Inflation verschlechtert und sind weiterhin von Unsicherheit geprägt.
In Polen belief sich das jährliche BIP-Wachstum im ersten Quartal 2026 auf 3,5 %, gegenüber 4,1 % im vierten Quartal 2025. Das schwächere Wachstum war hauptsächlich auf ein geringeres Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen zurückzuführen. Auch das Konsumwachstum verlangsamte sich. Im April 2026 stiegen die Einzelhandelsumsätze, die Industrieproduktion sowie die Produktion im Bau- und Montagegewerbe im Jahresvergleich. Das jährliche Lohnwachstum in der Gesamtwirtschaft war im ersten Quartal 2026 geringer als im Vorquartal, und im April 2026 ging das Lohnwachstum im Unternehmenssektor zurück. Obwohl die Beschäftigung im Unternehmenssektor zurückgeht, deuten die Daten der Arbeitskräfteerhebung auf eine im Jahresvergleich steigende Zahl von Beschäftigten in der Wirtschaft hin.“
Quelle:
Pressemitteilung zur Sitzung des Geldpolitischen Rates
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